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Sonntag, 12. April 2015

I'm still flying

Ja, es ist zugegebenermaßen schon ein Weilchen her, dass es hier das letzte Update gab. Aufgrund familiärer Expansion im vergangenen Jahr wurde die Zeit für's Hobby etwas knapper. Ich habe nach wie vor Spaß am Modellflug, nutze aber die verbleibende Zeit lieber für's Fliegen als für's Bloggen. Nachdem mir Jan Peter das Material für das unten verlinkte Video quasi aufgedrängt hat, kam ich nicht umhin, mal wieder zu posten. :-)

Über's Osterwochenende waren wir wieder in Österreich unterwegs. Diesmal durfte die Super Kinetic mit und kam zwischen den Rodelabfahrten mal zum Einsatz. Das Wetter war traumhaft, die Location toll, und das Landen auf Schnee macht wesentlich mehr Spaß als auf Gras.





Der letzte Neuzugang im Hangar ist die UMX Sbach 342, und zwar noch die erste Version ohne AS3X Stabilisierungssystem. Das Fliegerchen wurde bei einem Arbeitskollegen ausgemustert und fand so seinen Weg zu mir.



Es ist für Kunstflug ausgelegt, hat eine Spannweite von 43 cm und wiegt flugfertig 68 Gramm. Bisher konnte ich nur bei Wind fliegen, und hier kann ich mir durchaus vorstellen, dass das AS3X im Nachfolger Vorteile bringt. Das Modell braucht (im Vergleich zur FunCub) eine gewisse Strecke bis zum Abheben, ist recht flott unterwegs und kann einiges ab (siehe die erste Landung im Video). Leider war einer der mitgelieferten Akkus nicht mehr zu gebrauchen, was der Regler durch pulsierende Motordrehzahl signalisiert. Die ersten Flüge haben Spaß gemacht - mal schauen, was die Sbach so hergibt, wenn wir uns aneinander gewöhnt haben.


Samstag, 5. April 2014

Endlich Super Kinetic 815

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten bekam die Super Kinetic noch eine Chance. Ich bestellte einen Ersatzrumpf, da durch die vier Crashs der Motor mittlerweile in irgendeine Richtung zeigte und Motorsturz und Seitenzug nicht mehr passten. Der Antrieb und die restliche Elektronik war an einem Abend in den neuen Rumpf umgezogen und die Kinetic wieder flugbereit.

Für den nächsten Flug reduzierte ich per DualRate die Ausschläge für das Höhenruder auf 75%. Und siehe da, die Kinetic fliegt endlich, wie sie soll. Ich hatte mich bemüht, vor allem in Kurven nicht zu langsam zu werden, und es gab keine Probleme mehr. Eine negative Eigenschaft blieb aber dennoch: Wenn man bei zügigem Tempo (am besten in ausreichender Höhe) voll Höhe zieht, baut die Kinetic eigenständig eine 180 Grad Rolle mit ein. Also heißt es entweder, die Höhenruder-Ausschläge weiter zu reduzieren, oder einfach darauf gefasst zu sein.

Mittlerweile macht die Super Kinetic 815 richtig Spaß. Sie wird für die Größe recht flott und fängt im Sturzflug schön zu pfeifen an. Durch das kompakte Packmaß bietet sie sich (neben dem Wing Wing) als Immer-dabei-Flieger an. Die beiden kommen etwa auf die gleiche Endgeschwindigkeit, wobei sich die Kinetic vom Motorgeräusch her sehr zurückhält und fast überall geflogen werden kann, wohingegen man mit dem Wing Wing besser einigen Abstand zu der eigenen Nachbarschaft hält.

Helmut hat freundlicherweise beim ersten Flug nach dem Umbau wieder mit der Handy-Kamera draufgehalten. Leider ist das Video nicht allzu scharf, es reicht jedoch als Beweis, dass die Super Kinetic nicht nur auf dem Spinner landen kann.


Freitag, 28. Februar 2014

(Gar nicht so) Super Kinetic 815

Irgendwann im letzten Sommer durfte ich einmal in der Mittagspause mit Jan Peters Kinetic 800 von HobbyKing fliegen. Die Flugeigenschaften waren prima: das Modell war etwas flotter unterwegs als der FloaterJet und zudem wendiger. Als gegen Ende des vergangenen Jahres dann der Nachfolger, die Super Kinetic 815 angekündigt wurde, war die Versuchung groß, eine Bestellung loszutreten.

Anfang Februar war der Flieger dann endlich geordert. Die Montage gestaltete sich super einfach, da der Flügel nur aufgesteckt und mittels eines Drehriegels arretiert wird. Das Höhenleitwerk wird auf einem Kunststoffrohr zusammengesteckt, rastet ein und hält soweit prima. Nun noch Empfänger und Akku rein, und der Neuzugang ist flugfertig. Mit dem empfohlenen 850er 3s LiPo liegt der Schwerpunkt zwar knapp hinter der Empfehlung der Anleitung, aber laut Erfahrungen in Internetforen stellt das kein Problem dar.

Die Flugeigenschaften der Super Kinetic sind leider nicht mit denen des Vorgängers vergleichbar. Der Erstflug dauerte ganze 7 Sekunden, dann lang das Ding am Boden. Erste Theorie: Windböe und Turbulenzen an der überflogenen Hecke. Der Schaden hielt sich im Rahmen: Lediglich die Haltelaschen an Tragfläche und Kabinenhaube brachen ab und die Motorhalterung musste nachgeklebt werden.




Zweiter Versuch auf dem freien Feld: Die Maschine trudelt in einer Kurve plötzlich in einer Spirale nach unten. Damalige Theorie: Empfangsausfall. Der Schaden war wieder überschaubar: Lediglich der Rumpf war an der Naht neu zu verkleben.

Versuch Nummer drei nach einem Reichweitentest: Auch hier beginnt die Maschine zu trudeln, lässt sich leicht abfangen und bohrt sich nach einem kurzen Rückenflug mit der Nase in den Boden. War der Flieger vielleicht doch wieder zu weit weg? Ist der Empfänger Schrott? Diesmal wurde die Motorhalterung beschädigt und herausgerissen, und der Rumpf brach unter der Tragfläche. Auch das war reparierbar.




Beim vierten Versuch flog sich die Kinetic spürbar unterschiedlich in Rechts-/Linkskurven. Vermutlich war der Seitenzug bei der letzten Reparatur falsch eingestellt. Und wie soll es anders sein: In einer Linkskurve schraubt sich der Flieger wieder nach unten in den Boden. Die Flüge sind in folgendem Video zusammengefasst:



Diesmal folgte eine ausführliche Recherche bei RC-Groups. Dort wurde bestätigt, dass die Super Kinetic eine ausgeprägte Neigung zu Tip Stalls hat, wenn sie zu langsam in Kurven geflogen wird. Angeblich schlimmer als jeder Warbird. Die aktuelle Theorie lautet deshalb: Ich war einfach zu langsam unterwegs. Die Super Kinetic ist kein 1,40 m Segler und sollte auch nicht so geflogen werden.

Die meisten Leute in dem Thread waren recht angetan von der Super Kinetic. Ich werde ihr wohl noch eine Chance geben, zumal Jan Peter ebenfalls eine besitzt und wir eigentlich Streamerbänder dranmachen wollten um sie uns dann gegenseitig in der Luft abzuschneiden. Dabei wird ja sowieso eher zügig geflogen, und jetzt ist es nicht mehr schade, wenn dabei das Modell runterfällt.

Etwas Positives gibt es durchaus auch zu berichten: Daumen hoch für die Motorwelle: Vier mal mit der Nase in den Boden, und der Propeller dreht immer noch rund.