Sonntag, 6. April 2014

FunCub senkrecht einparken


Kürzlich entdeckten wir eine neue Location zum Fliegen, die mit einer frisch geteerten Piste ausgestattet ist. Dieses Mal durfte die FunCub mit, um die Start- und Landebahn ausgiebig zu nutzen. Leider wurde daraus nichts, denn der Flieger erfüllte beim Start von sich aus die Aufgabe: Parke möglichst elegant senkrecht in eine 1,5 qm Parklücke. Seht selbst:



Herzlichen Dank an Jan Peter für's spontane Draufhalten mit dem Handy! Passiert ist zum Glück nicht viel - die Fahrwerksverstrebung muss wieder eingeklebt werden, und ein Teil des Propellers fehlt. Mangels Ersatzluftschraube reduzierte sich die Einsatzdauer der FunCub an diesem Tag jedoch auf 8 Sekunden.

Samstag, 5. April 2014

Endlich Super Kinetic 815

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten bekam die Super Kinetic noch eine Chance. Ich bestellte einen Ersatzrumpf, da durch die vier Crashs der Motor mittlerweile in irgendeine Richtung zeigte und Motorsturz und Seitenzug nicht mehr passten. Der Antrieb und die restliche Elektronik war an einem Abend in den neuen Rumpf umgezogen und die Kinetic wieder flugbereit.

Für den nächsten Flug reduzierte ich per DualRate die Ausschläge für das Höhenruder auf 75%. Und siehe da, die Kinetic fliegt endlich, wie sie soll. Ich hatte mich bemüht, vor allem in Kurven nicht zu langsam zu werden, und es gab keine Probleme mehr. Eine negative Eigenschaft blieb aber dennoch: Wenn man bei zügigem Tempo (am besten in ausreichender Höhe) voll Höhe zieht, baut die Kinetic eigenständig eine 180 Grad Rolle mit ein. Also heißt es entweder, die Höhenruder-Ausschläge weiter zu reduzieren, oder einfach darauf gefasst zu sein.

Mittlerweile macht die Super Kinetic 815 richtig Spaß. Sie wird für die Größe recht flott und fängt im Sturzflug schön zu pfeifen an. Durch das kompakte Packmaß bietet sie sich (neben dem Wing Wing) als Immer-dabei-Flieger an. Die beiden kommen etwa auf die gleiche Endgeschwindigkeit, wobei sich die Kinetic vom Motorgeräusch her sehr zurückhält und fast überall geflogen werden kann, wohingegen man mit dem Wing Wing besser einigen Abstand zu der eigenen Nachbarschaft hält.

Helmut hat freundlicherweise beim ersten Flug nach dem Umbau wieder mit der Handy-Kamera draufgehalten. Leider ist das Video nicht allzu scharf, es reicht jedoch als Beweis, dass die Super Kinetic nicht nur auf dem Spinner landen kann.


Mittwoch, 5. März 2014

Erstflug Wing Wing Z-84

Wie schon im Jahresrückblick 2013 kurz erwähnt, fand ein weiteres Modell von Jan Peter den Weg in meinen Hangar. Nach Elektronikproblemen hatte er keine Lust mehr auf den Wing Wing, so dass ich mich um die Wiederinstandsetzung kümmern wollte.
Der Nurflügler hatte mehrfach im Flug den Motor abgestellt, wohingegen beim Check am Boden alles in Ordnung schien. Letztlich war der Motor dann aber gar nicht mehr zur Mitarbeit zu bewegen. Ein erster Ansatzpunkt war das Kabel zwischen Empfänger und Regler, bei dem wir einen schlechten Kontakt vermuteten. Als der Motor nach dem Austausch des Kabels immer noch stumm blieb, war ich unsicher, ob Motor oder Regler einen Schaden hatten, und besorgte auf Verdacht einen neuen 40A Regler (Birdie von HobbyKing mit 50A Spitzenleistung). Und siehe da, der Flieger macht wieder Krach…
Da der Regler recht üppige Dimensionen besitzt, geht es nun unter der Haube recht beengt zu: Sogar der Empfänger musste seines Gehäuses entledigt werden. Der gemessene Strom von gut 20A an 3S hätte auch einen kleineren Regler zugelassen. Da ich auf absehbare Zeit jedoch mal den 4S-Tuning-Akku einsetzen möchte und meine 25A Regler in der Lagerkiste allesamt nur 3S abkönnen, war der Birdie aber letztlich doch die richtige Entscheidung.



Nachdem die ersten Versuche mit der Super Kinetic in den vergangenen Tagen doch für reichlich Frust gesorgt hatten, war ich sehr gespannt auf den Erstflug mit dem Wing Wing. Jegliche Sorge war jedoch unbegründet: Mit diesem Modell kam ich auf Anhieb viel besser klar - sogar bei langsameren Manövern kam es zu keinem Abkippen in der Kurve. Bis auf einen recht ausgeprägten Durchsacker beim Start und einen etwas schreckhaften Kameramann (Danke an Helmut für's Filmen!) verlief der kurze Erstflug ohne Auffälligkeiten. Auch der Zweit- und Drittflug mit dem Modell machten trotz Wind viel gute Laune und habe die Stimmung wieder spürbar angehoben.


Freitag, 28. Februar 2014

(Gar nicht so) Super Kinetic 815

Irgendwann im letzten Sommer durfte ich einmal in der Mittagspause mit Jan Peters Kinetic 800 von HobbyKing fliegen. Die Flugeigenschaften waren prima: das Modell war etwas flotter unterwegs als der FloaterJet und zudem wendiger. Als gegen Ende des vergangenen Jahres dann der Nachfolger, die Super Kinetic 815 angekündigt wurde, war die Versuchung groß, eine Bestellung loszutreten.

Anfang Februar war der Flieger dann endlich geordert. Die Montage gestaltete sich super einfach, da der Flügel nur aufgesteckt und mittels eines Drehriegels arretiert wird. Das Höhenleitwerk wird auf einem Kunststoffrohr zusammengesteckt, rastet ein und hält soweit prima. Nun noch Empfänger und Akku rein, und der Neuzugang ist flugfertig. Mit dem empfohlenen 850er 3s LiPo liegt der Schwerpunkt zwar knapp hinter der Empfehlung der Anleitung, aber laut Erfahrungen in Internetforen stellt das kein Problem dar.

Die Flugeigenschaften der Super Kinetic sind leider nicht mit denen des Vorgängers vergleichbar. Der Erstflug dauerte ganze 7 Sekunden, dann lang das Ding am Boden. Erste Theorie: Windböe und Turbulenzen an der überflogenen Hecke. Der Schaden hielt sich im Rahmen: Lediglich die Haltelaschen an Tragfläche und Kabinenhaube brachen ab und die Motorhalterung musste nachgeklebt werden.




Zweiter Versuch auf dem freien Feld: Die Maschine trudelt in einer Kurve plötzlich in einer Spirale nach unten. Damalige Theorie: Empfangsausfall. Der Schaden war wieder überschaubar: Lediglich der Rumpf war an der Naht neu zu verkleben.

Versuch Nummer drei nach einem Reichweitentest: Auch hier beginnt die Maschine zu trudeln, lässt sich leicht abfangen und bohrt sich nach einem kurzen Rückenflug mit der Nase in den Boden. War der Flieger vielleicht doch wieder zu weit weg? Ist der Empfänger Schrott? Diesmal wurde die Motorhalterung beschädigt und herausgerissen, und der Rumpf brach unter der Tragfläche. Auch das war reparierbar.




Beim vierten Versuch flog sich die Kinetic spürbar unterschiedlich in Rechts-/Linkskurven. Vermutlich war der Seitenzug bei der letzten Reparatur falsch eingestellt. Und wie soll es anders sein: In einer Linkskurve schraubt sich der Flieger wieder nach unten in den Boden. Die Flüge sind in folgendem Video zusammengefasst:



Diesmal folgte eine ausführliche Recherche bei RC-Groups. Dort wurde bestätigt, dass die Super Kinetic eine ausgeprägte Neigung zu Tip Stalls hat, wenn sie zu langsam in Kurven geflogen wird. Angeblich schlimmer als jeder Warbird. Die aktuelle Theorie lautet deshalb: Ich war einfach zu langsam unterwegs. Die Super Kinetic ist kein 1,40 m Segler und sollte auch nicht so geflogen werden.

Die meisten Leute in dem Thread waren recht angetan von der Super Kinetic. Ich werde ihr wohl noch eine Chance geben, zumal Jan Peter ebenfalls eine besitzt und wir eigentlich Streamerbänder dranmachen wollten um sie uns dann gegenseitig in der Luft abzuschneiden. Dabei wird ja sowieso eher zügig geflogen, und jetzt ist es nicht mehr schade, wenn dabei das Modell runterfällt.

Etwas Positives gibt es durchaus auch zu berichten: Daumen hoch für die Motorwelle: Vier mal mit der Nase in den Boden, und der Propeller dreht immer noch rund.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Rückblick 2013

Und schon wieder ist ein Jahr vorüber. Es gab viele schöne Flüge, einiges zu lernen und zu entdecken, und der Hangar ist weiter gewachsen. Leider ist nicht alles davon hier im Blog gelandet, da ich die wenige Zeit doch lieber mit dem Hobby verbringe als darüber zu schreiben. Aber im Rückblick kann das eine oder andere doch noch kurz erwähnt werden.

Helicopter

Der Start in die Heli-Saison verlief noch recht durchwachsen. Der wieder aufgebaute Blade 450 X hielt durch falsch eingestelltes Zahnflankenspiel nur einen Vormittag. Bei einem Flugnachmittag mit Jan Peter auf dem Modellflugplatz in Ringingen traute ich mich nach langem Zögern mit dem erneut hergerichteten Heil dann doch wieder. Allerdings wurde ich gleich beim Start mit einem Umkipper belohnt und kam nicht einmal in die Luft. Über Ursache konnten wir beide nur rätseln. Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass sich eine Kufe im Gras verhakt hat und es dadurch zum Unglück kam. Der Schaden war diesmal aber gering, mit Wellen und ein paar Servo-Getrieben war es getan. Doch das Vertrauen in Pilot und Technik war recht weit geschwunden. Allerdings ging es von da an aufwärts und der Blade verrichtet seit 81 Flügen ohne Zwischenfall seinen Dienst.
Der Blade mCP X diente als stressfreier und problemloser Mittagspausen-Heli und kam dieses Jahr auf 112 Flüge. Vor Kurzem wurde er gewartet und bekam eine neue Haube spendiert. Seit einigen Flügen macht er mir allerdings doch Sorgen: Das Hochlaufen des Motors wird häufig kurz unterbrochen bis er letztlich die Ziel-Drehzahl erreicht. Bisher verliefen die Flüge unauffällig, nicht jedoch der letzte. Nachdem der Motor während des Flugs ausging, wurde durch den Sturz auf Teer das Landegestell angeknackst. Eine genauere Analyse des Motor-Problems steht noch aus.
Das Interessanteste im Heli-Bereich war dieses Jahr sicherlich Ende September der Neuzugang meines aktuell größten Modells, dem T-Rex 550. Die ersten 11 Flüge sind absolviert, und ich bin immer noch davon begeistert, wie viel erwachsener sich der Heil im Vergleich zum Blade 450 X anhört und fliegt.

Multicopter

Im zurückliegenden Jahr habe ich den Einstieg in die Welt der Multicopter gewagt. Hierfür habe ich mich für das Tricopter-Design von David Windestål entschieden, der zusammen mit den anderen Jungs von FliteTest coole Dinge damit anstellt. Die Idee dahinter war, mal etwas anderes selbst zu bauen als nur Flugzeuge. Zum anderen wollte ich damit eine Verknüpfung zu meinem anderen Hobby - der Fotografie - herstellen und eine Plattform für Luftaufnahmen schaffen.
Die Startschwierigkeiten hatte ich ja im Post über den Aufbau beschrieben. Mittlerweile fliegt das Teil aber recht ordentlich. Seither gab es nur noch einen Zwischenfall, bei dem ich den Heckpropeller im Flug verloren hatte. Hierbei machte der Tricopter dann aus einer Höhe von vielleicht vier Metern einige Flips, um direkt auf den Landebeinen im weichen Acker aufzusetzen. Es waren also keinerlei weitere Schäden zu beklagen.
Mit der im Oktober angeschafften GoPro Hero 3 Black Edition machte ich bereits erste Versuche, an schöne Luftaufnahmen zu kommen. Beim ersten Flug nach der Montage der Kamera zuckte der Copter allerdings bereits beim Schweben unregelmäßig mit dem Heck nach oben, was sich aber durch das Reduzieren des P-Parameters im Flugcontroller beheben ließ. Aktuell experimentiere ich noch mit der vibrationsarmen Befestigung. Das direkte Anbringen der nackten Kamera mittels Klebeband auf dem Akkubrett funktioniert schon recht gut, ist mir aber zu heikel, da ich die Kamera lieber im Schutzgehäuse mitfliegen lassen möchte.
Das Thema FPV ist bereits angedacht, sowohl Video-Sender als auch -Empfänger liegen bereit. Vermutlich wird es aber zunächst die "kleine Lösung" mit einem 4.5" Monitor, um nicht gleich in eine Videobrille investieren zu müssen.

Flugzeuge

Auch im Flächenbereich hat sich einiges getan. Nach dem "interessanten" Einstieg ist der Floater Jet irgendwie zu meinem Immer-Dabei Modell geworden. Er ist recht unkompliziert und lässt sich sogar noch bei ordentlichem Wind fliegen (auch wenn dann der Spaß etwas nachlässt). Die Flugzeit ist zudem sehr üppig: Bei einer Motorlaufzeit von 6 Minuten Vollgas kann man locker eine halbe Stunde in der Luft bleiben. Durch seine einsteigertauglichen Flugeigenschaften konnte ich schon den einen oder anderen (inklusive Frau und Sohn) per Lehrer-Schüler-Betrieb mit dem Hobby bekannt machen. Sogar mit aufgeschnallter GoPro fliegt sich der FloaterJet noch ganz ordentlich.
Es gab auch Neuzugänge: In den Osterferien entstand der FT Old Fogey. Der Flieger ist sehr gemütlich und hat ein tolle Flugbild. Allerdings ist er aufgrund mangelnder Robustheit nicht unbedingt für Lehrer-Schüler-Flüge geeignet. Gerade die Nasenpartie ist zu empfindlich. Bei einem erneuten Bau würde ich hier einfach eine zweite Lage Depron an der Innenseite der Seitenwände im Nasenbereich aufdoppeln, was hier enorme Vorteile bringen dürfte. Momentan steht der Old Fogey zur Instandsetzung bereit: Bei einem gewagten Flugmanöver ist er mir senkrecht im Weizenfeld runtergekommen, wobei die Tragfläche abgeknickt ist. Eine spontane Feldreparatur war nicht erfolgreich, denn beim nächsten Flug hob er nach einer Minute die rechte Tragfläche nach oben und trudelte wie ein sterbender Schwan zu Boden…
Apropos Instandsetzung, auch der Pterodactylus wartet auf etwas Zuwendung. Durch die im Laufe der Zeit unvermeidbaren Bodenkontakte wurde die Nase immer weiter gestaucht, so dass ich die Neigung zum Hochziehen beim Gasgeben verstärkt hat und er mittlerweile ganz schön zickig zu fliegen ist. Da bei der letzten harten Landung die Seitenwände des Rumpfes beschädigt wurden, plane ich neue anzufertigen und hierbei gleich den Motorsturz zu korrigieren und so ein neutraleres Flugverhalten zu erreichen.
Mit der letzten Bastelaktion erfolgte dieses Jahr auch der Einstieg in den Themenbereich Hangflieger. Mangels Wind liegt der Revert allerdings momentan im Keller und wartet auf die nächsten Flüge.
Der letzte Neuzugang besteht aus Jan Peters Wing Wing. Dieser fand mit einem Regler-Problem den Weg in meinen Hangar und wartet nun darauf, wieder aufgepäppelt zu werden.

Technik

Bedingt durch die größeren Akkus des 550er T-Rex musste meine Ladetechnik dringend ein Update erfahren. Seit Weihnachten füllt nun ein Robbe Power Peak Twin 1000W meine LiPos. Das Gerät war eine gute Investition, denn damit lassen sich gleich zwei Akkus in überschaubarer Zeit laden. Zudem arbeitet der Balancer wesentlich genauer als bei meinem Hype X7 Plus (einem Imax B6AC Clone). Derzeit wird der neue Lader noch von einem geliehenen 40A Netzteil versorgt, aber ich plane schon, etwas in Richtung Server-Netzteil anzuschaffen. Am Grübeln bin ich noch, ob es ein einzelnes mit 12 Volt oder zwei in Reihe geschaltete Geräte mit 24 Volt werden sollen.

Statistik

Auch in diesem Jahr habe ich sämtliche Flüge wieder mittels der Android App Flight Log erfasst. Was mich erstaunt hat: Im Monat November habe ich (wohl wetterbedingt) keinen einzigen Flug absolviert.







Die Zeiten beim Floater-Jet dürften um ein Vielfaches höher liegen, da hier nur die Motorlaufzeit erfasst wurde.

Fazit

Nach dem Einstiegsjahr 2012 ging es im vergangenen Jahr konsequent weiter. Fliegerisch konnte ich mehr Sicherheit erlangen und einiges dazulernen, und auch auf der technischen Seite gab es viel Neues. Der Spaß am Hobby hat kein bisschen nachgelassen, und ich freue mich schon auf viele tolle Flüge in der kommenden Saison.

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Erfolg in 2014!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Erstflug Revert

Am Wochenende hatte es noch immer spürbaren Westwind, und so versuchte ich mich am Thema Hangflug mit dem Revert. Ganz in der Nähe fand ich brauchbares Terrain, d.h. einem Erstflug stand nichts mehr im Wege. Leider war ich ganz alleine und auch nur kurz unterwegs, so dass es davon keinerlei Videobeweise gibt.
Der allererste Versuch war recht kurz, denn der Flieger legte sich 1 Meter vor mir direkt wieder (unbeschadet) auf den Hang. Also etwas beherzter nach oben geworfen und gleich etwas Höhe gezogen. Und siehe da, der Revert erhob sich in die Lüfte und zeigte mir, dass das Prinzip des Aufwinds tatsächlich funktioniert! :-) Es war ein tolles Gefühl, den Flieger unmotorisiert dort in der Luft stehen zu sehen.
In dieser halben Stunde Hangflug lernte ich auch, dass es besser ist, oberhalb oder vor der Hangkante zu bleiben, denn dahinter wird es turbulent und der Flieger kommt schnell wieder runter. Zudem fiel mir auf, dass sich mein Modell nicht sehr feinfühlig steuern ließ. Dies mag sicher an meiner Unerfahrenheit liegen und auch daran, dass die Windstärke an diesem Tag wohl eher am oberen Limit für den Revert lag. Rein technisch bemerkte ich zudem, dass die Anlenkungen zu den Rudern durch ihre Länge zu viel Spiel verursachen. Obwohl der verwendete Draht recht stark ist, biegen sie sich bei Belastung durch. Dies macht sich im Flug dadurch bemerkbar, dass der Segler entweder steigt oder sinkt und die Richtung bei Steuereingaben relativ spontan umschlägt. Deshalb werde ich vor dem nächsten Flug eine zusätzliche Führung anbringen und auf eine Verbesserung der Steuerpräzision hoffen.
Das Thema Hangflug hat mich jedenfalls begeistert. Jetzt muss ich bei stärkerem Wind nicht mehr mit langem Gesicht zu Hause sitzen, sondern kann auch dann noch dem Hobby nachgehen. Ich bin schon auf die nächsten Flüge gespannt und hoffe, auch mal Videomaterial davon liefern zu können. Falls jemand noch den einen oder anderen Tipp für den Einstieg hat oder eine gute Location in der Ulmer Gegend kennt, dem ist mein Dank gewiss!

mCP X Wartung

Mein guter mCP X hat nun schon 137 Flüge runter. Langsam aber sicher machte sich bemerkbar, dass die Steuerung schwammiger wurde. Es stellte sich heraus, dass die Taumelscheibe mittlerweile etwas Spiel hatte. Bei einer Recherche im Netz fand ich heraus, dass ich da nicht der einzige war und es neben einer Tuning-Alu-Taumelscheibe noch kostengünstigere Möglichkeiten gibt. In einem Beitrag las ich, dass der Innenring der Taumelscheibe mit Sekundenkleber fixiert werden kann und das Spiel dann für etliche Flüge verschwunden ist.
Also ran ans Werk. Die TS ist relativ schnell demontiert, da nur die Anlenkungen zu den Blatthaltern und zu den Servos abgeclipst werden müssen und der Rotorkopf von einer einzigen Schraube am Zentralstück gesichert wird. Nun kann die Taumelscheibe von der Hauptrotorwelle abgezogen werden.



Leider kam es, wie es kommen musste: An einer Stelle war die Portion CA zu groß und die Taumelscheibe rotiert nun nur noch mit deutlich spürbarem Widerstand. Ersatz war jedoch schnell beschafft, so dass der Heil wieder zusammengesetzt werden konnte. Das Spiel ist (zumindest auf dem Tisch) spürbar weniger geworden, so dass ich schon auf das Flugverhalten gespannt bin.

Wo ich schon am Renovieren war, bestellte ich für kleines Geld noch eine Extreme Haube mit, um dem Kleinen neue Form und Farbe zu verpassen. Von der Form und den Löchern her passt sie perfekt. Das Spannendste war es, die Aufkleber passend ausgerichtet und symmetrisch anzubringen. Die Haube ist etwas spitzer und schmäler als das Original und wirkt dadurch etwas dynamischer. Da ich nun schon im Schwung war, montierte ich auch noch neue Hauptrotorblätter. Die alten waren an den Kanten schon etwas angefressen, und ich wollte sowieso mal die Variante ohne "Knubbel" ausprobieren. Ich freue mich schon auf die nächsten Flüge, um zu sehen, wie sich der Kleine denn nach dem Update so macht.