Am Wochenende hatte es noch immer spürbaren Westwind, und so versuchte ich mich am Thema Hangflug mit dem Revert. Ganz in der Nähe fand ich brauchbares Terrain, d.h. einem Erstflug stand nichts mehr im Wege. Leider war ich ganz alleine und auch nur kurz unterwegs, so dass es davon keinerlei Videobeweise gibt.
Der allererste Versuch war recht kurz, denn der Flieger legte sich 1 Meter vor mir direkt wieder (unbeschadet) auf den Hang. Also etwas beherzter nach oben geworfen und gleich etwas Höhe gezogen. Und siehe da, der Revert erhob sich in die Lüfte und zeigte mir, dass das Prinzip des Aufwinds tatsächlich funktioniert! :-) Es war ein tolles Gefühl, den Flieger unmotorisiert dort in der Luft stehen zu sehen.
In dieser halben Stunde Hangflug lernte ich auch, dass es besser ist, oberhalb oder vor der Hangkante zu bleiben, denn dahinter wird es turbulent und der Flieger kommt schnell wieder runter. Zudem fiel mir auf, dass sich mein Modell nicht sehr feinfühlig steuern ließ. Dies mag sicher an meiner Unerfahrenheit liegen und auch daran, dass die Windstärke an diesem Tag wohl eher am oberen Limit für den Revert lag. Rein technisch bemerkte ich zudem, dass die Anlenkungen zu den Rudern durch ihre Länge zu viel Spiel verursachen. Obwohl der verwendete Draht recht stark ist, biegen sie sich bei Belastung durch. Dies macht sich im Flug dadurch bemerkbar, dass der Segler entweder steigt oder sinkt und die Richtung bei Steuereingaben relativ spontan umschlägt. Deshalb werde ich vor dem nächsten Flug eine zusätzliche Führung anbringen und auf eine Verbesserung der Steuerpräzision hoffen.
Das Thema Hangflug hat mich jedenfalls begeistert. Jetzt muss ich bei stärkerem Wind nicht mehr mit langem Gesicht zu Hause sitzen, sondern kann auch dann noch dem Hobby nachgehen. Ich bin schon auf die nächsten Flüge gespannt und hoffe, auch mal Videomaterial davon liefern zu können. Falls jemand noch den einen oder anderen Tipp für den Einstieg hat oder eine gute Location in der Ulmer Gegend kennt, dem ist mein Dank gewiss!
Sonntag, 8. Dezember 2013
mCP X Wartung
Mein guter mCP X hat nun schon 137 Flüge runter. Langsam aber sicher machte sich bemerkbar, dass die Steuerung schwammiger wurde. Es stellte sich heraus, dass die Taumelscheibe mittlerweile etwas Spiel hatte. Bei einer Recherche im Netz fand ich heraus, dass ich da nicht der einzige war und es neben einer Tuning-Alu-Taumelscheibe noch kostengünstigere Möglichkeiten gibt. In einem Beitrag las ich, dass der Innenring der Taumelscheibe mit Sekundenkleber fixiert werden kann und das Spiel dann für etliche Flüge verschwunden ist.
Also ran ans Werk. Die TS ist relativ schnell demontiert, da nur die Anlenkungen zu den Blatthaltern und zu den Servos abgeclipst werden müssen und der Rotorkopf von einer einzigen Schraube am Zentralstück gesichert wird. Nun kann die Taumelscheibe von der Hauptrotorwelle abgezogen werden.
Leider kam es, wie es kommen musste: An einer Stelle war die Portion CA zu groß und die Taumelscheibe rotiert nun nur noch mit deutlich spürbarem Widerstand. Ersatz war jedoch schnell beschafft, so dass der Heil wieder zusammengesetzt werden konnte. Das Spiel ist (zumindest auf dem Tisch) spürbar weniger geworden, so dass ich schon auf das Flugverhalten gespannt bin.
Wo ich schon am Renovieren war, bestellte ich für kleines Geld noch eine Extreme Haube mit, um dem Kleinen neue Form und Farbe zu verpassen. Von der Form und den Löchern her passt sie perfekt. Das Spannendste war es, die Aufkleber passend ausgerichtet und symmetrisch anzubringen. Die Haube ist etwas spitzer und schmäler als das Original und wirkt dadurch etwas dynamischer. Da ich nun schon im Schwung war, montierte ich auch noch neue Hauptrotorblätter. Die alten waren an den Kanten schon etwas angefressen, und ich wollte sowieso mal die Variante ohne "Knubbel" ausprobieren. Ich freue mich schon auf die nächsten Flüge, um zu sehen, wie sich der Kleine denn nach dem Update so macht.
Also ran ans Werk. Die TS ist relativ schnell demontiert, da nur die Anlenkungen zu den Blatthaltern und zu den Servos abgeclipst werden müssen und der Rotorkopf von einer einzigen Schraube am Zentralstück gesichert wird. Nun kann die Taumelscheibe von der Hauptrotorwelle abgezogen werden.
Leider kam es, wie es kommen musste: An einer Stelle war die Portion CA zu groß und die Taumelscheibe rotiert nun nur noch mit deutlich spürbarem Widerstand. Ersatz war jedoch schnell beschafft, so dass der Heil wieder zusammengesetzt werden konnte. Das Spiel ist (zumindest auf dem Tisch) spürbar weniger geworden, so dass ich schon auf das Flugverhalten gespannt bin.
Wo ich schon am Renovieren war, bestellte ich für kleines Geld noch eine Extreme Haube mit, um dem Kleinen neue Form und Farbe zu verpassen. Von der Form und den Löchern her passt sie perfekt. Das Spannendste war es, die Aufkleber passend ausgerichtet und symmetrisch anzubringen. Die Haube ist etwas spitzer und schmäler als das Original und wirkt dadurch etwas dynamischer. Da ich nun schon im Schwung war, montierte ich auch noch neue Hauptrotorblätter. Die alten waren an den Kanten schon etwas angefressen, und ich wollte sowieso mal die Variante ohne "Knubbel" ausprobieren. Ich freue mich schon auf die nächsten Flüge, um zu sehen, wie sich der Kleine denn nach dem Update so macht.
Donnerstag, 28. November 2013
Schmuddelwetter - Bastelwetter: Revert
Die letzten Wochen herrschte richtiges Novemberwetter. Also eine gute Gelegenheit, sich zum Basteln in die warme Stube zurückzuziehen. Diesmal sollte es in eine neue Sparte gehen: Ohne Motor. Ich stelle mir schon länger vor, das windige Herbstwetter mal für das Thema Hangflug zu nutzen. Um hier einen günstigen Einstieg zu wagen, habe ich mir den Revert ausgeguckt, ein Depronmodell, das in diesem Thread bei rcgroups genauer beschrieben wird.
Da es sich um einen Nurflügler handelt, war der Aufbau recht einfach. Das Modell besteht aus sechs Teilen:
Da es sich um einen Nurflügler handelt, war der Aufbau recht einfach. Das Modell besteht aus sechs Teilen:
- Unterteil des Flügels
- etwas kürzeres Oberteil
- dazwischen eine 3mm Holzleiste an der Hinterkante
- einem 5x1mm CFK-Stab zur Stabilisierung
- und dem zweiteiligen vertikalen Leitwerk
Beim Unterteil werden die Ruder abgetrennt und nach dem Abschrägen der Kanten mit Klebeband wieder befestigt.
Der Karbonstab reicht fast über die gesamte Breite des Flügels und verhindert zuverlässig ein Durchbiegen der Tragfläche.
In das Oberteil kommen Aussparungen für die Servos. Empfänger, BEC und LiPo werden auf mit Klettband auf der Nase besfestigt.
Die Balsaleiste wird an der Hinterkante befestigt und die beiden Teile des Flügels miteinander verbunden. So entsteht eine schöne Stufe, die das KF-Profil ausmacht. Anschließend wird die Vorderkante mit dem Cutter etwas aerodynamischer gestaltet, sprich die Oberseite abgeschrägt. Beim Befestigen des Leitwerks ist auf eine rechtwinklige Ausrichtung zu achten.
Vor der Montage der Elektronik kommt noch etwas Farbe in Form von Klebeband auf's Modell. Die beiden Ruderanlenkungen bestehen aus etwa 1mm starkem Stahldraht.
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Die Bilder des fertigen Modells entstanden bereits bei erstem Bodenfrost, und mangels Wind ist aktuell auch nicht an Fliegen zu denken. Wie es aussieht, habe ich das Drachenwetter wohl verpasst.
Allerdings hatte ich zusammen mit meinen Kollegen Jan Peter und Helmut in der Mittagspause bei gar nicht mehr so schmuddeligem Wetter einige Gleittests gemacht und den Schwerpunkt noch etwas optimiert. An sich fliegt der Nuri ganz ordentlich. Uns ist allerdings aufgefallen, dass er nach dem Wurf erst einmal ordentlich durchsackt. Ob das bei Wind am Hang besser wird oder dem Wurf einfach noch etwas "Schmackes" fehlt, werden wir hoffentlich bald sehen. Fall jemand dazu eine Idee hat, dann ab damit in die Kommentare.
Sonntag, 29. September 2013
Heli-Neuzugang
Nachdem ich mit dem Blade 450X den Rundflug mittlerweile recht sicher hinbekomme, stieg in mir seit einiger Zeit der Wunsch nach "etwas Größerem" hoch. Die Tendenz ging etwa in 600er Größe, allerdings schreckte mich die Investition in ein 12S Setup dann doch ab. Als günstigere Alternative bietet sich hier ein 550er an, der mit 550mm Blättern schon recht nahe in die Region kommt, aber mit 6S nach weniger Akkus verlangt. Als ich dann kürzlich über ein günstiges Angebot im RCLine Forum gestoßen bin, war es recht schnell geschehen: Ein T-Rex 550 V2.2 kam ins Haus.
Zu den technischen Daten:
Obwohl der Heli gebraucht war, kam er in einem sehr guten Zustand und perfekt verpackt bei mir an. Bei den Vorbereitungen für den Erstflug bekam ich von Jan Peter Unterstützung. Es mussten zunächst die 5.5mm Regler-Anschlüsse auf Turnigy-Konfiguration umgelötet werden, sprich Stecker und Buchse getauscht werden. Die abschließende Sender-Konfiguration und die Prüfung der Wirkrichtungen ging mit Jan Peters Hilfe auch recht fix von der Hand.
Nach getaner Arbeit gingen wir noch ins Freie, um den Erstflug zu wagen. Da es allerdings schon dämmerte und nur noch wenig Helligkeit vorhanden war, trifft es die Bezeichnung Erstschweben deutlich besser. Sorry übrigens für die Tonqualität, meine Tochter übt gerade Tiergeräusche...
Das erste Fluggefühl war jedenfalls super: Der T-Rex hob sauber ab und flog wesentlich stabiler und ruhiger als der Blade 450X. Die Agilität lässt sich künftig durch Spielen mit Expo-Werten oder Drehzahl sicher noch etwas steigern. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings der Hammer-Sound der Kombination aus Schrägverzahnung und GTC Ultra FBL-Blättern - überhaupt kein Vergleich zum Gekreische des 450ers. Ich freue mich schon auf die nächsten Flüge.
Zu den technischen Daten:
| Motor: | Align 600 MX |
| Regler: | Robbe Roxxy 9100-6 |
| BEC: | Jeti S-BEC 12A |
| Taumelscheiben-Servos: | Align DS-610 |
| Heck-Servo: | Align DS-620 |
| FBL/Empfänger: | Spektrum AR7200 BX + DSMX-Sat |
| Hauptrotorblätter: | Blattschmied GCT ULTRA FBL (550mm) |
Obwohl der Heli gebraucht war, kam er in einem sehr guten Zustand und perfekt verpackt bei mir an. Bei den Vorbereitungen für den Erstflug bekam ich von Jan Peter Unterstützung. Es mussten zunächst die 5.5mm Regler-Anschlüsse auf Turnigy-Konfiguration umgelötet werden, sprich Stecker und Buchse getauscht werden. Die abschließende Sender-Konfiguration und die Prüfung der Wirkrichtungen ging mit Jan Peters Hilfe auch recht fix von der Hand.
Nach getaner Arbeit gingen wir noch ins Freie, um den Erstflug zu wagen. Da es allerdings schon dämmerte und nur noch wenig Helligkeit vorhanden war, trifft es die Bezeichnung Erstschweben deutlich besser. Sorry übrigens für die Tonqualität, meine Tochter übt gerade Tiergeräusche...
Das erste Fluggefühl war jedenfalls super: Der T-Rex hob sauber ab und flog wesentlich stabiler und ruhiger als der Blade 450X. Die Agilität lässt sich künftig durch Spielen mit Expo-Werten oder Drehzahl sicher noch etwas steigern. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings der Hammer-Sound der Kombination aus Schrägverzahnung und GTC Ultra FBL-Blättern - überhaupt kein Vergleich zum Gekreische des 450ers. Ich freue mich schon auf die nächsten Flüge.
Mittwoch, 21. August 2013
Tri-Tra-Trullala...
Nun hat auch mich das Thema Multicopter erreicht. Motiviert wurde ich durch die tollen Videos von David Windestål (RCExplorer / FliteTest) - zum Beispiel dieses hier. Nachdem es bei FliteTest einen ausführlichen Baubericht von Davids Tricopter gab, beschloss ich, nach und nach die Komponenten für einen eigenen Aufbau zu beschaffen. Dass sich Florian, ein Arbeitskollege, gerade einen Tricopter aufgebaut hatte und ihn einflog, tat sein Übriges.
Bei den Motoren wolte ich auf die von David verwendeten DT750 setzen, bei denen es allerdings einen Lieferengpass gab. Über ein Forum wurde ich jedoch fündig, ebenso bei den mit SimonK Firmware bestückten Flyduino 20A Reglern. Da auch das KK2.0 Board, das als Flightcontroller herhalte sollte, als Neuware nicht bzw. nur zu astronomischen Preisen zu haben war, entschied ich mich für ein gebrauchtes Exemplar. Bei Jan Peter lag noch ein neues Turnigy TGY-306G-HV Servo arbeitslos rum, das als schnelles und kräftiges Digitalservo für die Aufgabe wie geschaffen war. Für das Centerplate besorgte ich mir GFK-Platten, aus dem Baumarkt noch Buchenstäbe in 10x10mm, und Florian hatte noch ein Scharnier für die Heckservo-Mechanik über. Somit waren die Bauteile komplett.
Der Aufbau erfolgte in vier Phasen. Zunächst wagte ich mich an die Mechanik, was damit begann, die GFK-Platten in die passende Forum zu bringen. Der erste Versuch mittels Eisensäge schien mir zu langwierig, so griff ich etwas grobschlächtig zum Trennschleifer (natürlich vorsichtshalber draußen und mit Staubschutzmaske). Diese Methode war nicht perfekt, da das Material schnell schmort und schwarz wird, führte aber zum Ziel. Dann noch schnell die beiden Platten fixiert und passgenaue Löcher gebohrt. Nach dem Ablängen der Holzstäbe konnten diese im Rahmen fixiert werden, so dass das Fluggerät bereits erste Formen annahm. Das Scharnier für den Heckrotor wurde leichtgängig gemacht und mit einer Servo-Aufnahme versehen.
Stufe zwei bestand aus Löten und verkabeln: Die Regler wurden mit Anschlusskabeln für Motor und Akku in passender Länge und mit 3,5mm Goldies für die Motorverbindung bestückt. Die Reglerkabel fasste ich in einem XT60 Stecker zusammen und spendierte der Konstruktion noch zwei zusätzliche Anschlusskabel mit JST-Steckern, um für zukünftige Erweiterungen wie LED-Beleuchtung oder Videosender gerüstet zu sein.
Nachdem alle Kabel am Tricopter-Frame mit Kabelbindern (vielen Kabelbindern...) verlegt wurden, kamen noch die Motoren auf die Enden der Ausleger.
Im dritten Schritt wurde die Elektronik montiert und eingestellt. Vom daneben angebrachten Empfänger wurden die einzelnen Steuerkanäle mit dem KK2.0 Board verbunden. Da in der Beschreibung der Flyduino Regler keinerlei Hinweis auf ein BEC vorhanden war (aber immerhin Strom zur Vesorgung des Flightcontrollers rauskam), fragte ich vorsichtshalber beim Flyduino Support nach: Offiziell sind die Regler mit 1A BEC spezifiziert, mir wurde jedoch geraten, die Schaltung möglichst nur mit 0,5A zu belasten. Ich bin noch am überlegen, ob ich eine zusätzliche Spannungsversorgung einbaue, da sich die Last ja auf zwei Regler aufteilt: Der von Motor 1 versorgt das KK2.0 Board, ESC 2 beliefert das Servo mit Strom. Bei den ersten Tests (noch ohne Propeller) fiel mir auf, dass das Heckservo in die falsche Richtung steuert. Beheben lässt sich dies, indem im Mixer Editor in Kanal 4 der Wert für "Rudder" von 100 auf -100 negiert wird.
Als letzten Feinschliff bekam der Tricopter noch ein Brett für Akku und Kamera sowie Landebeine verpasst. Das Brett, auf dem später einmal die Kamera sitzen soll und an dem auch der LiPo hängt, wurde mangels Silikonschlauch zur Dämpfung erst einmal direkt mit Kabelbindern befestigt. Die original RCExplorer Landebeine sagten mir nicht zu, und so fertigte ich in Kooperation mit meinem Nachwuchs (mit Papas echter Säge sägen ist toll!) Beine aus den 10mm Auslegerstangen an. Diese wurden ebenfalls einfach mit Kabelbinder befestigt und passen sich harmonischer ins Gesamtbild ein. Da Florian bei seinem Tricopter beim Hochlaufen am Boden mit einem Zittern des Heckservos kämpft, bekam das Heck gleich ein Doppelbein spendiert, in der Hoffnung die Schwingungsneigung zu dämpfen.
Das fertige Fluggerät verfügt über eine doch ganz ansehnliche Größe, lässt sich aber auf ein recht kompaktes Packmass zusammenklappen:
Soweit fertiggestellt, ging es an die ersten Testflüge. Da das Abheben im Self-Level-Modus nicht wie erwartet funktionierte - hier bäumte sich der Tri lediglich vorne auf - musste der Acro-Modus herhalten. Und siehe da, der Tricopter flog tatsächlich! Die ersten Flüge waren geprägt vom Ausprobieren verschiedener Einstellungen hinsichtlich der P und I Parameter in der Steuerung.
Die erste Zeit war sehr erlebnisreich und verhalf mir zu einigen interessanten Erfahrungen. Beim ersten "Zwischenfall" hatte sich eine Mutter an den Centerplates gelöst, wodurch die seitlichen Arme nicht mehr allzu fest fixiert waren. Dies hatte zur Folge, dass ein Arm im Flug nach hinten klappte, womit die Steuerung natürlich gar nicht klar kam. Jan Peter hatte die ersten Versuche zum Glück mit seiner Kamera festgehalten, so dass Ihr auch daran teilhaben könnt:
In einer weiteren Mittagspause kippte der Tricopter plötzlich in einer Kurve nach rechts weg. Untersuchungen ergaben, dass die Leistung auf der Seite viel zu gering war und der Arm im Gegensatz zu den anderen leicht nach unten gedrückt werden konnte. Ich fürchtete schon, einen neuen Motor zu benötigen, bis Florian diagnostizierte, dass lediglich der Propeller lose war und vom Motor nicht mehr richtig mitgenommen wurde.
Der dritte Mangel, der bei den ersten Flügen auftrat, war dass im Flug das Heck plötzlich heftig hin und her pendelte und der Tricopter nicht mehr unter Kontrolle zu bringen war. Als Ursache machte ich aus, dass sich das Servo von der Mechanik des Heckmotors gelöst hatte. Dadurch konnte sich dieser frei bewegen und das Heck war nicht mehr steuerbar. Mechanik wie Servo waren beide mit Kabelbindern auf dem Ausleger befestigt und hatten sich soweit gelockert, dass sie auseinander rutschen konnten. Ein zusätzlicher Kabelbinder schafft jetzt hier Abhilfe.
Bei einem Tricopter kommt es durch die drei gleich langen und in gleichem Winkel angebrachten Ausleger sehr leicht vor, dass man die Lage falsch erkennt. Beim ersten Mal ging das dann auch gleich schief, und der Tricopter stürzte beim Flug auf mich zu einfach in den Boden. (Ihr kennt doch Men in Black, war nicht ganz so spektakulär, aber die Perspektive recht ähnlich...) Im Nachgang habe ich mich gefragt, warum ich nicht einfach den Self-Level Schalter gezogen und etwas Pitch gegeben habe. Selbiges habe ich mir dann auch brav angewöhnt, jedoch beim nächsten Mal scheiterte es dann aus der praktischen Ausführung: Ich hatte den Schalter so energisch umgelegt, dass ich zeitgleich mit einem anderne Finger per Throttle-Hold die Motoren lahmlegte. Aber mittlerweile klappt's mit dem SL-Reflex!
Seither fliegt der Tri problemlos. Durch seine einfache und robuste Bauweise ging bisher nie mehr als hin und wieder mal ein Propeller kaputt. Das Modell wurde mittlerweile auch etwas aufgewertet. Das provisorische Akkubrett ging mir auf den Keks, und so baute ich gleich die Variante aus Davids 2.6er Version nach, allerdings aus Holz. Für die Verdrehsicherung am Heck sorgt bei mir ein Knick im Draht:
Da es jetzt merklich früher dunkel wird und so die Flugzeit nach dem Zubettbringen des Nachwuchses schwindet, spendierte ich dem Tricopter noch eine schicke LED-Beleuchtung. Somit kann er auch noch angenehm in der Dämmerung geflogen werden. Selbst tagsüber verbessern die LEDs die Lageerkennung. Durch die neu verlegte Verkabelung (Leitungen zum Motor verlaufen jetzt auf der Oberseite der Ausleger) lassen sich die Arme nun einklappen, ohne dass Kabel eingeklemmt werden können.
Erste Aufnahmeversuche mit meiner auf dem Akkubrett angebrachten Keycam zeigen, dass der Copter noch zu viele Vibrationen hat. Wenn diese behoben sind, hoffe ich auf schöne Luftaufnahmen, die ich dann hier zeigen kann.
Bei den Motoren wolte ich auf die von David verwendeten DT750 setzen, bei denen es allerdings einen Lieferengpass gab. Über ein Forum wurde ich jedoch fündig, ebenso bei den mit SimonK Firmware bestückten Flyduino 20A Reglern. Da auch das KK2.0 Board, das als Flightcontroller herhalte sollte, als Neuware nicht bzw. nur zu astronomischen Preisen zu haben war, entschied ich mich für ein gebrauchtes Exemplar. Bei Jan Peter lag noch ein neues Turnigy TGY-306G-HV Servo arbeitslos rum, das als schnelles und kräftiges Digitalservo für die Aufgabe wie geschaffen war. Für das Centerplate besorgte ich mir GFK-Platten, aus dem Baumarkt noch Buchenstäbe in 10x10mm, und Florian hatte noch ein Scharnier für die Heckservo-Mechanik über. Somit waren die Bauteile komplett.
Der Aufbau erfolgte in vier Phasen. Zunächst wagte ich mich an die Mechanik, was damit begann, die GFK-Platten in die passende Forum zu bringen. Der erste Versuch mittels Eisensäge schien mir zu langwierig, so griff ich etwas grobschlächtig zum Trennschleifer (natürlich vorsichtshalber draußen und mit Staubschutzmaske). Diese Methode war nicht perfekt, da das Material schnell schmort und schwarz wird, führte aber zum Ziel. Dann noch schnell die beiden Platten fixiert und passgenaue Löcher gebohrt. Nach dem Ablängen der Holzstäbe konnten diese im Rahmen fixiert werden, so dass das Fluggerät bereits erste Formen annahm. Das Scharnier für den Heckrotor wurde leichtgängig gemacht und mit einer Servo-Aufnahme versehen.
Stufe zwei bestand aus Löten und verkabeln: Die Regler wurden mit Anschlusskabeln für Motor und Akku in passender Länge und mit 3,5mm Goldies für die Motorverbindung bestückt. Die Reglerkabel fasste ich in einem XT60 Stecker zusammen und spendierte der Konstruktion noch zwei zusätzliche Anschlusskabel mit JST-Steckern, um für zukünftige Erweiterungen wie LED-Beleuchtung oder Videosender gerüstet zu sein.
Nachdem alle Kabel am Tricopter-Frame mit Kabelbindern (vielen Kabelbindern...) verlegt wurden, kamen noch die Motoren auf die Enden der Ausleger.
Im dritten Schritt wurde die Elektronik montiert und eingestellt. Vom daneben angebrachten Empfänger wurden die einzelnen Steuerkanäle mit dem KK2.0 Board verbunden. Da in der Beschreibung der Flyduino Regler keinerlei Hinweis auf ein BEC vorhanden war (aber immerhin Strom zur Vesorgung des Flightcontrollers rauskam), fragte ich vorsichtshalber beim Flyduino Support nach: Offiziell sind die Regler mit 1A BEC spezifiziert, mir wurde jedoch geraten, die Schaltung möglichst nur mit 0,5A zu belasten. Ich bin noch am überlegen, ob ich eine zusätzliche Spannungsversorgung einbaue, da sich die Last ja auf zwei Regler aufteilt: Der von Motor 1 versorgt das KK2.0 Board, ESC 2 beliefert das Servo mit Strom. Bei den ersten Tests (noch ohne Propeller) fiel mir auf, dass das Heckservo in die falsche Richtung steuert. Beheben lässt sich dies, indem im Mixer Editor in Kanal 4 der Wert für "Rudder" von 100 auf -100 negiert wird.
Als letzten Feinschliff bekam der Tricopter noch ein Brett für Akku und Kamera sowie Landebeine verpasst. Das Brett, auf dem später einmal die Kamera sitzen soll und an dem auch der LiPo hängt, wurde mangels Silikonschlauch zur Dämpfung erst einmal direkt mit Kabelbindern befestigt. Die original RCExplorer Landebeine sagten mir nicht zu, und so fertigte ich in Kooperation mit meinem Nachwuchs (mit Papas echter Säge sägen ist toll!) Beine aus den 10mm Auslegerstangen an. Diese wurden ebenfalls einfach mit Kabelbinder befestigt und passen sich harmonischer ins Gesamtbild ein. Da Florian bei seinem Tricopter beim Hochlaufen am Boden mit einem Zittern des Heckservos kämpft, bekam das Heck gleich ein Doppelbein spendiert, in der Hoffnung die Schwingungsneigung zu dämpfen.
Das fertige Fluggerät verfügt über eine doch ganz ansehnliche Größe, lässt sich aber auf ein recht kompaktes Packmass zusammenklappen:
Soweit fertiggestellt, ging es an die ersten Testflüge. Da das Abheben im Self-Level-Modus nicht wie erwartet funktionierte - hier bäumte sich der Tri lediglich vorne auf - musste der Acro-Modus herhalten. Und siehe da, der Tricopter flog tatsächlich! Die ersten Flüge waren geprägt vom Ausprobieren verschiedener Einstellungen hinsichtlich der P und I Parameter in der Steuerung.
Die erste Zeit war sehr erlebnisreich und verhalf mir zu einigen interessanten Erfahrungen. Beim ersten "Zwischenfall" hatte sich eine Mutter an den Centerplates gelöst, wodurch die seitlichen Arme nicht mehr allzu fest fixiert waren. Dies hatte zur Folge, dass ein Arm im Flug nach hinten klappte, womit die Steuerung natürlich gar nicht klar kam. Jan Peter hatte die ersten Versuche zum Glück mit seiner Kamera festgehalten, so dass Ihr auch daran teilhaben könnt:
In einer weiteren Mittagspause kippte der Tricopter plötzlich in einer Kurve nach rechts weg. Untersuchungen ergaben, dass die Leistung auf der Seite viel zu gering war und der Arm im Gegensatz zu den anderen leicht nach unten gedrückt werden konnte. Ich fürchtete schon, einen neuen Motor zu benötigen, bis Florian diagnostizierte, dass lediglich der Propeller lose war und vom Motor nicht mehr richtig mitgenommen wurde.
Der dritte Mangel, der bei den ersten Flügen auftrat, war dass im Flug das Heck plötzlich heftig hin und her pendelte und der Tricopter nicht mehr unter Kontrolle zu bringen war. Als Ursache machte ich aus, dass sich das Servo von der Mechanik des Heckmotors gelöst hatte. Dadurch konnte sich dieser frei bewegen und das Heck war nicht mehr steuerbar. Mechanik wie Servo waren beide mit Kabelbindern auf dem Ausleger befestigt und hatten sich soweit gelockert, dass sie auseinander rutschen konnten. Ein zusätzlicher Kabelbinder schafft jetzt hier Abhilfe.
Bei einem Tricopter kommt es durch die drei gleich langen und in gleichem Winkel angebrachten Ausleger sehr leicht vor, dass man die Lage falsch erkennt. Beim ersten Mal ging das dann auch gleich schief, und der Tricopter stürzte beim Flug auf mich zu einfach in den Boden. (Ihr kennt doch Men in Black, war nicht ganz so spektakulär, aber die Perspektive recht ähnlich...) Im Nachgang habe ich mich gefragt, warum ich nicht einfach den Self-Level Schalter gezogen und etwas Pitch gegeben habe. Selbiges habe ich mir dann auch brav angewöhnt, jedoch beim nächsten Mal scheiterte es dann aus der praktischen Ausführung: Ich hatte den Schalter so energisch umgelegt, dass ich zeitgleich mit einem anderne Finger per Throttle-Hold die Motoren lahmlegte. Aber mittlerweile klappt's mit dem SL-Reflex!
Seither fliegt der Tri problemlos. Durch seine einfache und robuste Bauweise ging bisher nie mehr als hin und wieder mal ein Propeller kaputt. Das Modell wurde mittlerweile auch etwas aufgewertet. Das provisorische Akkubrett ging mir auf den Keks, und so baute ich gleich die Variante aus Davids 2.6er Version nach, allerdings aus Holz. Für die Verdrehsicherung am Heck sorgt bei mir ein Knick im Draht:
Da es jetzt merklich früher dunkel wird und so die Flugzeit nach dem Zubettbringen des Nachwuchses schwindet, spendierte ich dem Tricopter noch eine schicke LED-Beleuchtung. Somit kann er auch noch angenehm in der Dämmerung geflogen werden. Selbst tagsüber verbessern die LEDs die Lageerkennung. Durch die neu verlegte Verkabelung (Leitungen zum Motor verlaufen jetzt auf der Oberseite der Ausleger) lassen sich die Arme nun einklappen, ohne dass Kabel eingeklemmt werden können.
Erste Aufnahmeversuche mit meiner auf dem Akkubrett angebrachten Keycam zeigen, dass der Copter noch zu viele Vibrationen hat. Wenn diese behoben sind, hoffe ich auf schöne Luftaufnahmen, die ich dann hier zeigen kann.
Dienstag, 16. Juli 2013
Eigene Domain
Hier ein kurzer technischer Hinweis. Dieser Blog ist seit einigen Tagen auch direkt unter der etwas griffigeren Domain www.feierabendflieger.de zu erreichen.
Freitag, 5. Juli 2013
Hangflug am Gardasee
Irgendwie hatte ich es geschafft, den AXN Floater-Jet noch in das mit Urlaubsgepäck gefüllte Auto zu bekommen. Vor Abreise in ich bei Recherchen nach interessanten Flugmöglichkeiten am Gardasee auf den Monte Baldo gestoßen, der bei Seglern recht beliebt ist. Da dieser von unserer Unterkunft aus jedoch eine größere Reise bedeutet hätte, kam ich bei weiteren Nachforschungen vor Ort auf die Ruine Rocca di Manerba in der Nähe von Saló, was ganz gut zu unserem sonstigen Urlaubsprogramm passte.
Am Parkplatz angekommen, wagten wir als Familie den Aufstieg, um uns die Ruine anzusehen. Da ich mir zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten verschaffen wollte, ließ ich den Flieger noch im Auto - was ich sogleich bereute, da der Aufstieg durchaus als steil bezeichnet werden kann. Oben angekommen wird man für die Mühe jedoch entschädigt, da man einen fantastischen Ausblick auf den südlichen Gardasee erhält:
Knapp unterhalb der Ruine gibt es eine Wiese mit Bäumen, auf der ich mir eine Landung zutraute. Also beschloss ich, den Flieger zu holen und das Thema Hangflug zu wagen. Ich hatte diesbezüglich bisher noch keinerlei Erfahrung, jedoch hat der Floater-Jet ja einen Motor, so dass ich mich nicht auf das alleinige Ausnutzen des Aufwinds verlassen musste. So warf ich den Flieger mutig über die Hangkante und merkte sofort, dass sich der Motorsegler (wie auch zuhause) eigenständig drehte, um mit dem Wind zu fliegen. Da es dort durchaus Wind gab, hatte ich gut zu tun, den Flieger nach meinen Wünschen zu kreisen.
Nach kurzer Zeit kam es mir vor, als ob sich das Motorgeräusch änderte, und der Floater-Jet wurde noch schwerer beherrschbar. Ich schaffte es nicht mehr, Höhe zu gewinnen, und so versuchte ich, grob geschätzt 100 Höhenmeter unterhalb des Startpunkts an einer möglichst übersichtlichen Stelle zu landen. Das erwies sich als gar nicht so einfach, da man die Höhe des Fliegers nur sehr schwer einschätzen konnte und noch etliche Kreise fällig waren, bis der Grund näher kam. Leider konnte ich die genaue Landestelle nicht ausmachen, da sie sehr nahe am Hang lag und zudem Gebüsch meine Sicht behinderte.
Ich versuchte, mir die vermutete Position anhand der Vegetation auf den Feldern einzuprägen und machte mich - unterstützt von Google Maps - mit der gesamten Familie auf die Suche nach dem Ausreißer. Mit dem Auto konnte man die Stelle leider nicht erreichen, so dass ich das letzte Stück zu Fuß zurücklegen musste. Als ich im vermeintlichen Zielgebiet ankam, startete ich per Fernsteuerung den Motor und konnte - unglaublich, aber wahr - den Floater-Jet beim ersten Versuch hören und sogar auch sehen. Er war in einem Busch in ca. 3,50 Meter Höhe direkt am Fuß des Hangs hängen geblieben:
Das hätte wesentlich schlimmer ausgehen können! Doch durch Rütteln an den Ästen war leider nichts zu machen, der Motorsegler steckte fest. Erst als ich selbst ein Stück nach oben kletterte, zeigte das Rütteln Wirkung und der Flieger löste sich endlich. Eine anschließende genauere Begutachtung zeigte, dass eine Haubenhalterung vom Akku beim Sturz aus dem Busch herausgerissen wurde, was sich mit wenigen Tropfen Sekundenkleber reparieren lies. Zudem fiel mir auf, was die eigentlichen Probleme verursachte: Der Propeller fehlte! Somit habe ich einen weiteren wichtigen Punkt für meine Pre-Flight Checkliste ausgemacht: Verschraubung des Props prüfen.
Ich bin jedenfalls froh, dass mein kurzes Gebet Wirkung zeigte und ich den Flieger fast unbeschadet wiederfinden konnte. Ein Totalverlust wäre aufgrund des gut gebrauchten Zustands zwar finanziell kein großer Schaden gewesen, hätte aber doch ganz ordentlich auf die Urlaubslaune gedrückt.
Am Parkplatz angekommen, wagten wir als Familie den Aufstieg, um uns die Ruine anzusehen. Da ich mir zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten verschaffen wollte, ließ ich den Flieger noch im Auto - was ich sogleich bereute, da der Aufstieg durchaus als steil bezeichnet werden kann. Oben angekommen wird man für die Mühe jedoch entschädigt, da man einen fantastischen Ausblick auf den südlichen Gardasee erhält:
Knapp unterhalb der Ruine gibt es eine Wiese mit Bäumen, auf der ich mir eine Landung zutraute. Also beschloss ich, den Flieger zu holen und das Thema Hangflug zu wagen. Ich hatte diesbezüglich bisher noch keinerlei Erfahrung, jedoch hat der Floater-Jet ja einen Motor, so dass ich mich nicht auf das alleinige Ausnutzen des Aufwinds verlassen musste. So warf ich den Flieger mutig über die Hangkante und merkte sofort, dass sich der Motorsegler (wie auch zuhause) eigenständig drehte, um mit dem Wind zu fliegen. Da es dort durchaus Wind gab, hatte ich gut zu tun, den Flieger nach meinen Wünschen zu kreisen.
Nach kurzer Zeit kam es mir vor, als ob sich das Motorgeräusch änderte, und der Floater-Jet wurde noch schwerer beherrschbar. Ich schaffte es nicht mehr, Höhe zu gewinnen, und so versuchte ich, grob geschätzt 100 Höhenmeter unterhalb des Startpunkts an einer möglichst übersichtlichen Stelle zu landen. Das erwies sich als gar nicht so einfach, da man die Höhe des Fliegers nur sehr schwer einschätzen konnte und noch etliche Kreise fällig waren, bis der Grund näher kam. Leider konnte ich die genaue Landestelle nicht ausmachen, da sie sehr nahe am Hang lag und zudem Gebüsch meine Sicht behinderte.
Ich versuchte, mir die vermutete Position anhand der Vegetation auf den Feldern einzuprägen und machte mich - unterstützt von Google Maps - mit der gesamten Familie auf die Suche nach dem Ausreißer. Mit dem Auto konnte man die Stelle leider nicht erreichen, so dass ich das letzte Stück zu Fuß zurücklegen musste. Als ich im vermeintlichen Zielgebiet ankam, startete ich per Fernsteuerung den Motor und konnte - unglaublich, aber wahr - den Floater-Jet beim ersten Versuch hören und sogar auch sehen. Er war in einem Busch in ca. 3,50 Meter Höhe direkt am Fuß des Hangs hängen geblieben:
Das hätte wesentlich schlimmer ausgehen können! Doch durch Rütteln an den Ästen war leider nichts zu machen, der Motorsegler steckte fest. Erst als ich selbst ein Stück nach oben kletterte, zeigte das Rütteln Wirkung und der Flieger löste sich endlich. Eine anschließende genauere Begutachtung zeigte, dass eine Haubenhalterung vom Akku beim Sturz aus dem Busch herausgerissen wurde, was sich mit wenigen Tropfen Sekundenkleber reparieren lies. Zudem fiel mir auf, was die eigentlichen Probleme verursachte: Der Propeller fehlte! Somit habe ich einen weiteren wichtigen Punkt für meine Pre-Flight Checkliste ausgemacht: Verschraubung des Props prüfen.
Ich bin jedenfalls froh, dass mein kurzes Gebet Wirkung zeigte und ich den Flieger fast unbeschadet wiederfinden konnte. Ein Totalverlust wäre aufgrund des gut gebrauchten Zustands zwar finanziell kein großer Schaden gewesen, hätte aber doch ganz ordentlich auf die Urlaubslaune gedrückt.
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