Freitag, 19. Oktober 2012

"... big bada boom!!"

Tja, jetzt ist es passiert - der schöne Heli ist am Wochenende im Acker gelegen! Leider kann ich keinen technischen Defekt dafür verantwortlich machen, es kommt lediglich eigenes Unvermögen in Frage.
Es geschah am schönen Herbstnachmittag, etwas windig aber noch in Ordnung, allerdings auch bedeckt, so dass der 450X nicht optimal zu sehen war. Zur besseren Lageerkennung hatte ich mir als Ersatz für die blaue bereits eine orange Haube für den Heli bestellt, die aber noch nicht geliefert war. Beim ersten Lipo bin ich wie üblich teilweise recht flott hin- und hergeschwebt. Sogar eine schöne Kurve hatte ich hinbekommen. Beim zweiten Akku (Flug Nr. 29 insgesamt) habe ich gedreht, ohne vorher zu stoppen - in Form eines ganz leichten Stall-Turns. Damit, dass ich nicht genau 180 Grad gedreht hatte, gingen die Schwierigkeiten los. Durch mangelnde Lageerkennung folgte ein Verknüppeln, verschiedenste Korrekturversuche und ein böses Geräusch - der Einschlag im abgeernteten Maisacker.
Auf den ersten Blick war zu sehen, dass die Haube zerfetzt war (blau taugt eh nix) und Zähne am Zahnrad sowie ein Teil des Landegestells fehlten. Eine genauere Analyse zuhause offenbarte, dass ich gute Arbeit geleistet hatte. Das Heckrohr war deutlich nach oben gebogen, die Hauptrotorwelle krumm, je ein Haupt- und Heckrotorblatt hat eine Macke und das Gestänge zu einem Blatthalter wurde in Mitleidenschaft gezogen. Drei der vier Halterungen am Chassis für das Landegestell waren ab, konnten aber wieder geklebt werden. Weiterhin hat auch ein Servo-Getriebe an der Taumelscheibe einen Schaden abbekommen. Die Ersatzteile sind mittlerweile bestellt und unterwegs.
Schon eine böse Sache, so ein Crash. Aber er bietet auch eine gute Gelegenheit, seinen Ready-to-fly Heli endlich ein wenig besser kennenzulernen.

Mittwoch, 12. September 2012

Erstflug Blade 450 X

Happy Birthday to me! Dank vieler großzügiger Geburtstagsgäste steht seit dem Wochenende auch ein Blade 450 X in meinem Hangar.

Mit Unterstützung von Jan Peter haben wir ihn am Montag zunächst einem gründlichen Check unterzogen: Nach dem Binden testeten wir zur Sicherheit erst einmal der Failsafe Modus (ohne Blätter): passt, Motor bleibt aus. Anschließend haben wir nach der Zentrierung der Servos die Pitch-Werte sehr sauber auf -11,3 bis +11,3 Grad eingestellt bekommen. Die Wirkrichtungen der Fernsteuerung sowie die des Gyros haben auf Anhieb gepasst.
Das Thema Akkus war etwas problematischer. Um nicht gleich am neuen Gerät rumzubasteln, hatte ich mir einen Adapter von XT60 (LiPo) auf EC3 (Heli) angefertigt. Jan Peter stellte zum Glück noch rechtzeitig fest, dass der nicht sauber kontaktet. Somit mussten wir mangels passendem EC3 Ersatzstecker doch am Regler des Blade einen XT60 Stecker anlöten (und das auch noch bei sehr sommerlichen Temperaturen!). Nachdem meine Turnigy und Zippy LiPos etwas größer als der original E-flite sind, passte die Haube nicht mehr ohne weiteres. Als schnelle Übergangslösung montierten wir deshalb Jan Peters orange Haube von seinem 450 X, bei der er die Löcher etwas versetzt hat.
Als letzten Schritt bekam der Blade noch ein Trainingsgestell verpasst, um bei den ersten Versuchen ein Umkippen zu vermeiden.

Dann ging es raus zum Erstflug auf einen geteerten Feldweg. Jan Peter durfte aufgrund seiner Erfahrung erstmal ausprobieren, ob sich der 450 X in der Luft "normal verhält" und ich auf ihn losgelassen werden kann. Dabei reduzierten wir die DualRate Werte an der Fernsteuerung noch auf 60% und setzten den Expo auf 25%, damit ich nicht allzu feinfühlig steuern muss.
Dann bekam ich die Knüppel in die Hand und durfte loslegen. Die ersten Versuche machte ich im Kindergas-Modus, d.h. bei Pitch unten bleibt der Motor aus. Kurz noch kontrolliert, ob der Timer läuft, und dann ab nach oben. Das ist schon ein irres Gefühl, nun statt eines im PC simulierten einen echten Hardware-Heli und somit echte Euros zu steuern... Zu meiner Freude verhielt er sich beim Schweben gar nicht so anders als im Simulator. Er lässt sich sehr präzise steuern und steht ganz ruhig in der Luft. Wir haben uns also schnell angefreundet. Der Sound ist übrigens auch viel besser als am Simulator.
Die Steuerung der Höhe war noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. So verlief das erste Aufsetzen noch ein wenig hoppelig, und auch bei Steuermanövern in der Luft musste ich lernen, einem Absacken entgegenzuwirken. Die weiteren Starts und Landungen haben prima funktioniert, auch ohne dass die "Stützräder" bisher wirklich zum Einsatz kamen. Und auch das Rumgeschwebe hat unfallfrei funktioniert.

Hier noch die Video-Dokumentation vom Erst- und Zweitflug:




Insgesamt bin ich superglücklich mit dem Blade 450 X und kann ihn auch als Einsteiger-Heli empfehlen, wenn man schon Erfahrung am Simulator hat und die Empfindlichkeit am Sender runternimmt. Mir wurde von anderer Seite auch der Blade 450 3D zum Einstieg empfohlen, aber ich denke, dass ich mit dem X länger Spaß haben werde.

Sonntag, 26. August 2012

Hangar Update

Es kommt, wie es kommen muss: Ich habe meinen Park an Fluggeräten erweitert: Da ich die von Jan Peter geliehene Ultimate 300 so gerne fliege, hat er mir ein gutes Angebot gemacht, so dass die Ultimate nun offiziell Teil meines Hangars ist. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Fox mit übernommen. Die Swift ging allerdings aufgrund des außergewöhnlichen Designs ;-)  und leider inkl. Kabelbruch zwischen Regler und Motor wieder zurück. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für das unkomplizierte Ausleihen!
An den beiden "neuen" Modellen bastle ich gerade ein wenig: Bei der Ultimate versuche ich, die Motorhalterung dauerhaft zu befestigen. Der erste Versuch mit Heißkleber scheitert bei höheren Temperaturen, und auch mit Sekundenkleber war ich nicht erfolgreich. Derzeit ist Uhu Por im Test.
Der Fox bekam CFK-Leisten auf die Querruder, da diese sich nur noch auf der Rumpfseite nahe an den Servobefestigungen bewegten. Zudem experimentiere ich mit Gewichten am Heck, um den Schwerpunkt etwas nach hinten zu verlagern. Resultate liegen noch nicht vor, da der Wind die letzten Male zu stark für den Kleinen war.
Es zeichnet sich übrigens in naher Zukunft ein weiterer Zugang im Hangar ab, diesmal aber "mit Propeller nach oben" - stay tuned.

Montag, 13. August 2012

Akku-Halterung und Fahrwerk-Verbesserung für die FunCub

Kürzlich hat meine FunCub zwei Verbesserungen erhalten, da ich mit Dingen nicht so ganz zufrieden war. Zunächst einmal habe ich eine komfortablere Akku-Halterung gebastelt. Mit dem traditionellen Klettband stand ich auf Kriegsfuß, da die beiden Hälften sich so sehr mochten, dass ich beim Entnehmen aus dem Flieger entweder das Band vom Akku oder dem Modell abgerissen habe. Für die Halterung wurde eine alte Kunststoffschachtel eines Kartenspiels verwendet. Dieses habe ich mit dem Dremel zersägt und in passender Größe mit Heißkleber wieder zusammengebaut. Zum Einschieben des LiPos wurde eine Stirnseite komplett entfernt und zur Fixierung des LiPos ein Gummiband angebracht. Die folgenden Bilder illustrieren die fertige Akku-Halterung, die mit Heißkleber im Modell fixiert wurde. Die Einbaulage wurde hochkant gewählt, damit die Öffnung für den Luftauslass nicht komplett verschlossen wird.




Die zweite Verbesserung betrifft das Fahrwerk. Bei etwas härteren Landungen (verkneift Euch bitte Kommentare dazu...) oder beim Reinlegen in hohes Gras biegt sich das Fahrwerk sofort etwas nach hinten. Das hat zur Folge, dass die FunCub O-Beine bekommt, d.h. die Räder stehen nach außen. Rollt man nun auf der Piste, macht die FunCub mehr und mehr einen Spagat, und das Fliegerle hängt den Propeller in den Dreck - nicht gut! Im Schraubstock ist das Fahrwerk zwar recht schnell wieder gerichtet, aber den hat man auf dem Flugfeld ja leider nicht immer zur Hand.
Um das Verbiegen nach hinten zu verhindern und zudem etwas mehr Steifigkeit zu erreichen, habe ich einfach mit etwas Draht einen zweiten Bügel angefertigt, der den originalen nach hinten abstützt..



Am Rumpf wurde er mittels zwei alten Mainboard-Halterungen montiert, die zwecks größerer Klebefläche in Richtung Flieger auf Kunstoffstreifen aufgeklebt wurden. Die Öffnungen der Halterungen mussten lediglich ein wenig erweitert werden, damit der Draht, der etwas dicker als der Original-Draht ist, schön rein- und rausschnappt.


Die Verbindung mit dem Original-Bügel wurde zunächst durch kräftiges Umwickeln mit dünnem Draht hergestellt. Ein Verlöten steht noch aus, da ich die Konstruktion erst einmal testen wollte.
In der Praxis hat sich die Maßnahme wirklich bewährt. Zum einen ist die Optik der Modifikation recht schlicht und fällt dem Unbedarften nicht auf. Und auch bei kräftigeren Aufsetzern verbiegt sich nun nichts mehr nach hinten, die FunCub macht nicht mehr die Grätsche und die Nase bleibt schön oben.

Dienstag, 24. Juli 2012

"Die Kontrolle verloren" einmal wörtlich

Gestern abend war ich bei etwas böigem Wind mal wieder auf der Wiese und habe mit der FunCub vor allem Langsamflüge mit den Landeklappen getestet. Nach der letzten Landung bückte ich mich beim Zusammenräumen, um meine LiPos aufzuheben. Dabei löste sich die noch umgehängte Fernsteuerung vom Trageband und stürzte aus vielleicht 50 cm zu Boden. Wie das genau passieren konnte, ist mir immer noch ein Rätsel.
Was die Situation so "intreressant" gemacht hat, war dass das etwa 30 cm vor dem Flieger passiert ist. Und beim Aufprall der Funke startete plötzlich der Motor... 8-O
Zum Glück ging die Drehzahl gleich wieder runter, so dass nichts weiter passiert ist. Das zeigt uns aber, dass beim Umgang mit technischem Gerät ein gewisses Maß an Vorsicht gefragt ist. Merke: Nächstes mal als allererstes den Akku abklemmen!

Montag, 23. Juli 2012

Video vom Erstflug

Heute kann ich das Video vom Erstflug der FunCub nachreichen. Die Lichtverhältnisse waren zwar nicht mehr optimal, das Video dokumentiert aber einen wichtigen Moment im Leben der FunCub. :-)
An dieser Stelle möchte ich noch ein Dankeschön an Sascha loswerden, der das Geschehen nach einem für ihn sehr langen Tag festgehalten hat.


Donnerstag, 19. Juli 2012

FunCub Erstflug!

Ich komme gerade vom Feld, dort bin ich heute Abend das erste mal mit der FunCub geflogen. Ich musste auch nicht alleine gehen, meine Frau und mein Sohn habe mich begleitet. Ebenso mein Kumpel Sascha, der das Geschehen mit seiner Video-Kamera festgehalten hat.

Zum Aufwärmen gab's 'ne Runde mit der Ultimate, bei der ich feststellte, dass in ein paar Metern Höhe doch noch Wind vorhanden ist - aber in akzeptablen Rahmen.

Dann ging's an die FunCub. Ich war richtig nervös, wie sich das liebevoll gebaute Stück denn so macht. Also LiPo rein, und Preflight-Check: alles ok. Dann habe ich die FunCub ein paar Meter ins Feld gestellt. Da die Wiese eher schlampig gemäht war und keinesfalls einem Englischen Rasen glich, düste die FunCub beim ersten Versuch direkt in Richtung Zuschauer, also Abbruch. Zweiter Versuch: weiter in der Wiese positioniert und noch mehr in den Wind (und somit schräg zu den Spuren im Feld) gedreht. Jetzt hat's geklappt, auch wenn ich sicher noch einiges von dem Gras weggemäht habe. ;-) Die FunCub hob ab und ließ sich prima steuern. Den Schwerpunkt habe ich bei etwa 70mm hinter der Flügelkante, das passt aus meiner Sicht ganz gut. Beim Flugverhalten merkt man im Vergleich zur Ultimate das deutlich höhere Gewicht und die Größe des Vogels, sie fliegt etwas träger und Scale-mäßiger als der leichte Luftakrobat. Dafür kann sie aber auch um einiges schneller, da steckt schon Dampf dahinter.

Die ersten Versuche mit den Landeklappen in der Luft waren noch gewöhnungsbedürftig. Da meine DX6i von den Möglichkeiten etwas eingeschränkt sind, lassen sich die Klappen nur ein- oder ausfahren. Hier habe ich den Weg mal auf 80% begrenzt. Im Flug auf aktiviert, bremst die FunCub gewaltig ab und steigt ordentlich nach oben, so dass man mit dem Höhenruder gegensteuern muss. Vielleicht programmiere ich mir dafür noch einen Mischer.
Ich habe noch eine Alternative für die Flaps ausprobiert, um mit wenig Gas gemütlich cruisen zu können: Dazu habe ich mir einen Mischer von Throttle auf Flaps programmiert, der die Klappen beim Wegnehmen von Gas ab Mittelstellung anfängt auszufahren. Somit habe ich bei 1/3 Gas die Klappen ca. 10-15 mm unten und kann gemütliche Runden drehen.

Die erste Landung ohne Klappen hat eigentlich ganz gut hingehauen. Allerdings ist der Flieger dann ob des hohen und unregelmäßigen Grasbestands über die Nase gestolpert und auf dem Rücken liegen geblieben - zum Glück ganz langsam und schadenfrei.
Beim zweiten LiPo hatte ich getestet, was die ausgefahrenen Klappen beim Start so bringen: Der Flieger ist nach kürzester Strecke in der Luft. Ich habe mich sogar vorsichtig mal an eine Rolle getraut. Die FunCub hat dabei allerdings im Vergleich zur Ultimate ordentlich an Höhe verloren, so dass ich solche Späße erst mal wieder gelassen habe. Bei der zweiten Landung hat sie wieder ein Nickerchen nach vorne gemacht, ist dann aber zurück in "Normalstellung" gekippt. Ich hatte hierfür die Klappen im Mischer-Modus verwendet und war deshalb vermutlich langsamer als beim ersten Versuch.

Nach zwei LiPos war dann schon Schluss, da es bereits dunkel wurde. Fazit des Abends: Der Flieger sieht noch aus wie vor dem ersten Start und ich kann glücklich und zufrieden Schlafen gehen.